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Search Journey vs. Ranking-Besessenheit: SEO für Wachstum und nicht für Ego-Befriedigung nutzen

Bei uns werden zweimal am Tag die Rankings aller Kunden geprüft. Ist das wirklich nötig? Sicherlich nicht. Warum machen wir es dann? Weil es Spaß macht. In diesem Beitrag wird die Frage behandelt, ob es sinnvoll ist, so fokussiert auf Google-Platzierungen zu sein oder ob nicht andere Metriken aussagekräftiger wären.

Laut einer Studie von Content Marketing Institute & MarketingProfs hatten in 2015 82 Prozent der Marketing Professionals das Ziel das Markenbewusstsein zu steigern. Wer Dan Kennedy gelesen hat, weiß, dass Brand Awareness idealerweise nur ein Nebenprodukt ist und man nicht direkt in diesen „Effekt“ investieren sollte (außer Großkonzerne).

Aus diesem Blickwinkel ist Suchmaschinenoptimierung der perfekte Marketing-Kanal. Es kann die Sichtbarkeit erhöht werden, gleichzeitig baut man aber auch passiv Autorität, Markenbewusstsein und Markenbindung auf.

Ranking- und Konkurrenz-Besessenheit führen zu Dummheiten

Wenn es um die organische Suche geht, sehen Marketingabteilungen und Firmen meist nicht das Potenzial für Sichtbarkeit und Markenbewusstsein. Es geht ausschließlich um Platzierungen. Suchmaschinenoptimierung wird gemacht, weil die Konkurrenz es auch macht und man im Moment hinter der Konkurrenz platziert ist.

Man will sofort vor der Konkurrenz stehen, auch wenn sie schon seit Jahren SEO macht und man selbst erst vor 2 Monaten begonnen hat. „Quick Wins“ werden gefordert, obwohl es sich bei der organischen Suche um etwas „Organisches“ handelt. Es dreht sich um Autorität, Relevanz, Markenbewusstsein. Nichts davon kann ratzfatz umgesetzt oder erreicht werden.

You can't stop me

Bei Suchmaschinenoptimierung gibt es keine echten Abkürzungen, sondern nur teure Sackgassen. Quelle: Fox.com

Die Antwort: Abkürzungen. Die meisten SEO-Agenturen haben sich auf diese Art von Kunden spezialisiert. Kunden, die keine Ahnung haben und nur um jeden Preis vorne stehen wollen. Diese Kunden können nicht weiter als 3 Monate denken und dementsprechend wählen sie einen passenden Dienstleister. Es wird gespammt, es wird manipuliert. Die Resultate lassen nicht lange auf sich warten, aber dann… Kompletter Sichtbarkeitsverlust. Die Agentur ist plötzlich nicht mehr erreichbar. Die Domain ist verbrannt und kann nicht mehr gerettet werden. Holzkopf!

Rankings sind gut und schön, aber es gibt mehr im Leben

Wenn Sie die organische Suche als Marketing Channel für Ihr Unternehmen nutzen wollen, dann sind Rankings nicht die wichtigste Metrik. Marketingzuständige müssen sich strategische Ziele setzen für alle Bereiche des Marketingtrichters.

Statt Ranking-Geilheit, sollte der Fokus auf Zielen liegen, die das Unternehmen langfristig wachsen lassen, beispielsweise:

  • Wir wollen mehr qualifizierte Anfragen, indem wir unser Publikum auf unserer Seite über unseren Service im Detail aufklären. Stichwort: Information
  • Wir wollen mehr Umsatz generieren durch Besucher, die direkt über die organische Suche auf unseren Landingpages einsteigen. Stichwort: Kauf

Damit man so denken und planen kann, ist eine durchdachte Strategie nötig. Es werden Inhalte für alle Ebenen des Marketing Funnels benötigt.

Durch den SEO-Schneeballeffekt können neue Bereiche und Keywords langfristig relativ schnell erobert werden. Dafür sind aber Markenbekanntheit, Autorität und Relevanz von Nöten. Das passiert nicht von heute auf morgen.

Top-Platzierungen entstehen, wenn Sie alles andere richtigmachen

  • Markenbewusstsein
  • Markenbindung
  • Marktanalyse
  • Persona-Erstellung
  • Konkurrenzanalyse
  • Unterschiedliche Marketingkanäle
  • Lead-Generierung
  • Inhalte für alle Ebenen im Marketing Funnel

Verstehen Sie die Search Journey

Eine Suche im Internet fängt nicht mit einem Keyword an. Sie beginnt mit einem Problem das gelöst oder einem Bedürfnis welches befriedigt werden soll. In 93 Prozent der Fälle ist der erste Schritt dabei eine Suchmaschine (CMO). Die Search Journeys werden immer länger, weil Konsumenten immer mehr Informationen zur Verfügung haben, z.B. Tourismus und Booking.com oder Bücher und Amazon.

Search Journey

Die durchschnittliche Search Journey wird immer länger. Als Marke ist es wichtig, nach und nach alle Zwischenstopps abzudecken, sodass am Schluss ausreichend Vertrauen für eine Conversion aufgebaut wurde. Quelle: reddit.com

Hier ein kleines Beispiel. Ein Mann sucht nach einem teuren Weihnachtsgeschenk für seine Freundin. Er nutzt dazu die folgenden Keywords…

Bewusstsein: Beste Weihnachtsgeschenke für Frauen

Interesse: Kaschmir Pullover kaufen Ratgeber

Kaufintention: Kaschmir Pullover beste Marke

Nach dem Kauf: Kaschmirwolle waschen Tipps

Selbstverständlich unterscheiden sich diese Phasen (Dauer, Ablauf) für unterschiedliche Branchen. Dementsprechend sollten individuelle Ziele ausgearbeitet und gemessen (wir verwenden Google Analytics) werden.

Es macht keinen Sinn nur auf Keywords mit Kaufintention zu optimieren, weil es gut sein kann, dass die Konkurrenz den Nutzer bereits in der Interesse-Phase überzeugt hat. Dann sind Sie zwar exzellent für „Kaschmir Pullover kaufen“ platziert, aber der Nutzer wird trotzdem bei der Konkurrenz kaufen.

Es gilt den Konsumenten möglichst früh für die eigene Marke zu begeistern und an sich zu binden.

Fördern Sie Markenbindung

Brand ist ein Rankingfaktor. Markenbewusstsein vereinfacht jeden Schritt im Marketing Funnel. Das ist aber nicht alles. Leute sollen die eigene Marke nicht nur kennen, sondern auch lieben. Engagement fördert man im Internet am besten durch Inhalte. Nicht irgendwelche Inhalte, sondern Inhalte, die es sonst nirgends in dieser Form gibt.

Erkennt Google Ihre Firma als Marke und verbindet sie mit Ihrem Produkt, werden Rankings zum Nebenprodukt. Wenn ein User jetzt „generisch“ nach Ihrem Produkt sucht, wird ihm plötzlich automatisch Ihre Marke vorgeschlagen. Hier ranken Sie automatisch auf Platz 1, ganz ohne Konkurrenz.

Überlegen Sie sich, wie Ihre Zielgruppe sucht

Die Entwicklung von Buyer Personas ist ein absolutes Muss für erfolgreiches Marketing. Sie sind aber nur ein erster Schritt. Will man sein Unternehmen im Internet erfolgreich machen, muss man herausfinden, wie die Zielgruppe sucht. Im Mittelpunkt stehen Bedürfnisse und nicht die demografischen Daten.

Wenn Sie wissen, wie Ihre Zielgruppe sucht, dann können Sie Ihre Webseite darauf ausrichten. Für Google ist die Nutzererfahrung alles. Der Algorithmus ist heute noch nicht so weit, aber mit der Einführung von künstlicher Intelligenz wird Google in Zukunft immer besser darin werden die Nutzererfahrung zu interpretieren.

Wer eine gute Nutzererfahrung bietet und seine Kunden glücklich macht, braucht sich keine Sorgen, um die Zukunft seines Unternehmens zu machen.

Generieren Sie mehr Umsatz durch mehr Empathie

Schnell mal bei Google für die Short Tail Keywords mit viel Volumen ranken und abkassieren. Der Traum vieler, aber so läuft es einfach nicht. Suchmaschinenoptimierung ist kein „Quick Win“.  Warum nicht?

  • Die Suchintention ist nicht ausschließlich Kauf.
  • Der Nutzer interessiert sich eigentlich für eine andere Marke.
  • Nutzer besuchen Ihre Seite, aber kaufen nicht.

Die Suchintention ist nicht ausschließlich Kauf.

Nutzer, welche kaufen wollen, nutzen sehr spezifische Long Tail Keywords. Head Terms, auch Short Tail Keywords genannt, haben ein hohes Suchvolumen, aber dienen eher der Information und erfüllen nur in den seltensten Fällen Ihre Kaufziele. Umgekehrt: Wenn Ihre Webseite und SEO sich nur auf Keywords mit Kaufintention versteift, kann es gut sein, dass der Nutzer nicht das nötige Vertrauen aufgebaut hat und lieber bei einem Konkurrenten kauft.

Der Nutzer interessiert sich eigentlich für eine andere Marke.

Auch wenn Ihre Seite auf Platz 1 steht, kann es sein, dass der Nutzer sich bereits für eine andere Marke entschieden hat, weil diese es verstanden hat zu informieren und Vertrauen aufzubauen. Ihre Top-Platzierung ist also vollkommen wertlos.

Nutzer besuchen Ihre Seite, aber kaufen nicht.

Wenn Sie nur auf Rankings Bedacht sind und Conversion vernachlässigen, geht Ihnen viel Umsatz verloren. Kümmern Sie sich nicht nur um Suchmaschinenoptimierung, sondern heuern Sie auch Experten für Conversion Rate Optimierung an.

Die grausame Wahrheit über die Search Journey

Sie können nicht erst im letzten Schritt der Search Journey starten. Sie können nicht Ihre Konkurrenz die ganze Arbeit machen lassen und dann abstauben. Es braucht auch die Zwischenschritte. Es werden Vertrauen, Bindung und emotionale Investition benötigt. Sonst ranken Sie zwar für Money Keywords, aber der Nutzer klickt auf das Ergebnis auf Platz 6, weil er oder sie die Marke kennen und lieben gelernt hat.

Wenn Sie sich überlegen in Suchmaschinenoptimierung zu investieren, sollten Sie unbedingt verstehen, dass es kein „Quick Win“ ist. Abkürzungen haben Konsequenzen. Sie müssen die Search Journey Ihrer Zielgruppe verstehen und eine entsprechende Online-Strategie parat haben. Außerdem sind individuelle Ziele essentiell zur Erfolgsmessung. Rankings können ein Teil davon sein, aber dürfen unter keinen Umständen im Mittelpunkt stehen.

Intent Optimization: Bessere Rankings durch perfekte Übereinstimmung mit der Suchintention

Content is King. Eine der verbreitetsten Online Marketing Weisheiten überhaupt, und eine der falschesten Aussagen noch dazu. Denn Google ist Content ziemlich egal. Google will einzig und allein den Nutzer zufriedenstellen und damit Geld verdienen. Die Suchergebnisse sind also keinesfalls eine Rangliste der besten Inhalte, sondern eine Rangliste von Inhalten, die Nutzer in der Regel am meisten zufriedenstellen. Egal ob Sie den Resultaten zustimmen oder nicht, das ist der Gedanke dahinter und das langfristige Ziel von Google. Hier lernen Sie, wie man einzelne Seiten perfekt auf die Suchintention ausrichtet. Kurz gesagt: Intent-Optimierung, engl. Search Intent Optimization.

Der typische SEO-Prozess sieht folgendermaßen aus:

  • Es wird nach Keywords passend zur Nische recherchiert.
  • Es werden lukrative Suchbegriffe ausgewählt.
  • Es werden Seiten mit Inhalten rund um diese Suchbegriffe und Themen produziert.
  • Es werden ein paar Backlinks zu diesen Seiten aufgebaut.
  • Traffic kommt (oder nicht).
  • Das Projekt ist profitabel (oder nicht).
  • Fertig.

Das offensichtliche Problem an diesem Ansatz ist, dass viel Zufall im Spiel ist:

Wer steht bei diesem Prozess bisweilen nicht im Mittelpunkt?

Intent Optimization

Der Nutzer sollte im Mittelpunkt stehen, nicht die Suchmaschinenoptimierung – Quelle: gif-finder.com

Der Nutzer und dessen Suchintention. Wenn unsere Hypothese stimmt, dass Google die beste Nutzererfahrung liefern will, dann ist also dieser Ansatz so noch nicht ausgereift.

Klassische SEO + Intent-Optimierung

Der obige Prozess per se ist nicht falsch, aber eben nicht vollständig. Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen eindeutig, dass Nutzersignale immer wichtiger für alle Suchmaschinen, also nicht nur für Google, werden.

Nicht nur das: Die Arbeit eines Google Quality Raters (nutzen übrigens großteils mobile Endgeräte) dreht sich einzig und allein darum wie gut ein Ergebnis mit der Suchintention übereinstimmt. Sogar wenn eine Seite 10 mal mehr Autorität hat, gewinnt die relevantere Seite im Quality Rating. Diese Daten werden dem Algorithmus gefüttert. Es ist also klar, wohin die Reise in den nächsten Jahren gehen wird. Wieso gegen den Strom schwimmen, wenn man sich diesen Umstand zu Nutze machen kann?

Diese Faktoren werden in Zukunft noch wichtiger werden:

  • Mobile Friendliness
  • Datenschutz oder ganz einfach HTTPS
  • Performance und Ladezeiten
  • Usability
  • Wahrgenommene Qualität
  • Vertrauenswürdigkeit

Und diese Faktoren auch:

  • Übereinstimmung mit der Suchintention: Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Seite genau das liefert, wonach der Nutzer sucht.
  • Klickdaten aus den Suchergebnissen, Pogo-Sticking: Daten darüber, welche Resultate tatsächlich und besonders gerne geklickt werden.
  • Aufgabenerfüllung: Der Nutzer hat ein Ziel oder eine Aufgabe, welche er erfüllen will. Kann er die Aufgabe mit diesem Ergebnis abschließen?

„Wie Besucher die Webseite nutzen“ – Optimierung

Mit dem klassischen SEO-Prozess haben Sie es geschafft Traffic zu generieren. Hut ab, viele scheitern bereits an diesem Punkt. Google hat also das Thema Ihres Projektes erfasst – egal ob richtig oder falsch – und schickt Ihnen Besucher.

Das heißt, Sie sammeln echte Nutzerdaten und können diese als Entscheidungsgrundlage für weitere Optimierungen verwenden. Mit ziemlicher Sicherheit werden Sie feststellen, dass eine Diskrepanz besteht zwischen den Besuchern für die Sie die Seite erstellt haben und den Usern die Sie tatsächlich bekommen.

Schließen Sie diese Lücke, indem Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Was fehlt auf meiner Seite, um die richtigen Besucher anzuziehen? Wie kann ich noch weitere Suchintentionen erfüllen, um das Thema besser abzudecken?
  • Wie gut passt mein SERP-Schnipsel (mit Video) zu meiner gewünschten Suchintention und sekundären Suchintentionen?
  • Würden die richtigen Besucher auf meiner Seite ihr Ziel (Information, Kauf, Anfrage, etc.) damit erreichen?

Search Intent Optimization Schritt für Schritt

1. Bestimmen Sie Seiten mit schlechter Performance

Ich empfehle Ihnen sich zuerst einmal auf die Seiten mit schlechter Performance zu konzentrieren. Damit sind Seiten gemeint, welche man selbst für hochwertig hält, aber trotz Backlinks und Optimierung wenig Einstiegs-Traffic bringen und/oder viele Impressionen, aber wenig Klicks erhalten.

Am einfachsten findet man solche Pages / URLs mit der Google Search Console. Unter Suchanfragen > Suchanalyse werden einem traumhafte Klickdaten frisch von Google geliefert. Achtung: Heiß und fettig!

Kleiner Tipp am Rande: Zeiträume auf 90 Tage einstellen, um einen möglichst vollständigen Überblick zu erhalten.

Search Intent Optimization 1. Schritt

1.) Seiten auswählen 2.) Zeiträume auf 90 Tage setzen 3. ) URL zur Analyse anklicken

2. Finden Sie Nichtübereinstimmungen mit der Suchintention

Als nächstes wollen Sie herausfinden, für welche Keywords die Page / URL in den Suchergebnissen aufscheint.

Sobald man eine „Problem-Seite“ gefunden hat, klickt man auf die URL und wählt bei den Radio-Buttons Suchanfragen aus. Jetzt sehen Sie genau bei welchen Suchbegriffen die URL angezeigt wird.

Keywords, die mit Ihrem Angebot nichts zu tun haben, können Sie gekonnt ignorieren. Sie deuten aber daraufhin, dass Ihre Inhalte nicht eindeutig zeigen, was Sie bieten.

Uns geht es vorrangig um Keywords, welche passen oder nah dran sind. Hierbei suchen wir nach Suchbegriffen mit vielen Impressionen, aber wenig Klicks.

Intent-Optimierung 2. Schritt

4.) Auf Suchanfragen klicken 5.) Keywords mit vielen Impressionen, aber wenig Klicks entdecken

3. Optimieren Sie für die Nutzerintention

Sie wissen nun, wie Nutzer auf die jeweilige Seite stoßen. Der nächste Schritt ist es, die Seite perfekt auf die primäre und eine oder mehrere sekundäre Intentionen zu optimieren. Sie wollen um jeden Preis verdeutlichen, was Ihr Ergebnis beinhaltet. Das geht am Besten an den folgenden „Stellen“:

Sie sollten durch die Keywords für die Ihre Seite gefunden wird relativ viel über die unterschiedlichen Suchintentionen gelernt haben. Auch ist Ihnen nun glasklar, ob und wie gut Google Ihre Inhalte versteht. Ich wiederhole: Das ist Gold wert.

Der SERP-Schnipsel sollte nun so optimiert werden, dass er mehrere Suchintentionen umfasst und damit mehr Klicks generiert werden. Damit aber nicht genug…

Wenn der Nutzer auf der Seite landet, muss ihm so schnell wie möglich klar gemacht werden, dass er an der richtigen Adresse ist. Sie allein können sein Problem lösen. Weiter geht es mit…

4. Vereinfachen Sie den Weg zur Problemlösung

Stellen Sie sich vor: Ein Nutzer sucht nach „steuerberater innsbruck“. Sie wollen, dass Ihre Kanzlei für diesen Suchbegriff auf Platz 1 steht. Deckt sich das mit der Suchintention?

Wohl eher nicht. Denn der Nutzer sucht wahrscheinlich nach einer Liste oder Übersicht, damit er sich mit mehreren Steuerberatern treffen kann, um sich ein Bild von jedem Einzelnen zu machen. Deswegen stehen bei solchen Suchanfragen häufig Firmenverzeichnisse oder Bewertungsportale vorne. Sie decken sich perfekt mit der Intention des Suchenden.

In diesem Schritt wollen Sie die Problemlösung so leicht, offensichtlich und schnell wie möglich für den Besucher gestalten.

Stellen Sie sich die folgenden Fragen:

  • Hat der Nutzer nachdem er auf meiner Seite war sein Problem gelöst oder muss er eine weitere Suche bei Google starten?
  • Wie leicht ist der Weg zur Problemlösung?
  • Mache ich jeden einzelnen Schritt offensichtlich oder setze ich zu viel voraus?

Erst wenn diese Fragen geklärt sind, haben Sie diesen Schritt abgeschlossen. Danach stehen die Chancen gut, dass Sie mit ein wenig SEO sehr gut ranken werden.

5. Senden Sie die neue Version an den Index

Weil Sie sich jetzt so ungemein angestrengt haben, wollen Sie schnelle Ergebnisse sehen. Das geht, indem Sie die aktualisierte Seite in der Google Search Console neu an den Index senden.

Intent-Optimierung 3. Schritt

1.) URL eingeben 2.) Abrufen und Rendern klicken 3.) An den Index senden klicken

Die neue Version wird üblicherweise binnen Minuten, spätestens jedoch innerhalb eines Tages in den Suchergebnissen aufscheinen. Wenn man auf diese Vorgehensweise verzichtet kann es durchaus sein, dass es einige Tage dauert bis Google die Seite neu crawled und die Version im Index aufscheint.

6. Messen, anpassen und iterieren

Jetzt heißt es Alt mit Neu zu vergleichen. Das macht in der Regel nach zwei bis vier Wochen Sinn. Dabei gilt es folgende Daten ins Auge zu fassen:

  • Klicks
  • Klickrate
  • Impressionen
  • Platzierungen
  • Time on Page
  • Micro Conversions (Zwischenschritt zur Conversion)
  • Macro Conversions (Haupt-Conversion)

Natürlich gibt es noch weitere Werte mit denen Sie „Engagement“ messen können. Hier müssen Sie einfach logisch mitdenken. Die genannten Punkte sind nur Beispiele.

Mit ziemlicher Sicherheit wird der erste Versuch nicht den großen Erfolg bringen. Darum geht es auch nicht, denn SEO ist ein langfristiger Prozess. Auch Intent Optimization gehört zu diesem Prozess. Regelmäßige Iterationen liefern dann früher oder später die gewünschten Ergebnisse. Inhalte, die genau die Suchintention treffen, sind was Google den Nutzer liefern will. Google selbst stellt dafür die nötigen Informationen bereit. Am Ende werden Sie nicht nur mehr verkaufen, sondern Google wird die Mitarbeit auch mit mehr Traffic belohnen.

Gib dem User, was er sucht oder stirb!

Mit der Etablierung des Internets und den Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, wenden sich viele Unternehmen von klassischen Marketingmaßnahmen ab und nutzen immer mehr das sogenannte Internet Marketing, bei dem die Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, eine große Rolle spielt. Seit Kurzem sind SEO-Profis und Webseitenbetreiber dabei vor allem einer neuen Herausforderung ausgesetzt: Die Zufriedenheit der Nutzer mit den präsentierten Suchergebnissen lässt Google neue Maßnahmen und Kennzahlen heranziehen, die nur noch wenig mit „herkömmlicher“ SEO zu tun haben.

Zahlen sind alles, was zählt – das gilt vor allem für Unternehmer. Nur, wenn die Unternehmung gute Zahlen präsentieren kann, lohnt sich die Aufrechterhaltung. Kundenzuwächse, Umsatzzahlen, hohe Gewinne – all das ist entscheidend, weshalb die Optimierung dieser Zahlen immer Vorrang hat und immer neue Wege gesucht werden, um diese Optimierung voranzutreiben. Eine optimale SEO-Strategie ist dafür ein ganz ausschlaggebender Faktor.

Allerdings sind bisherige SEO-Maßnahmen, die sich rein auf die Optimierung innerhalb der natürlichen Suchergebnisse konzentrieren, nicht mehr ausreichend. Denn Google verfolgt mit seinem Such-Algorithmus und dessen laufender Optimierung vor allem einen Zweck: Die Zufriedenheit der Nutzer mit den Suchergebnissen – und daraus ergibt sich ein Problem für Webseitenbetreiber:

  • Herkömmliche SEO reicht nicht mehr aus.
  • Die Aktionen der User wirken auch auf das Ranking ein.
  • Webseiten-Content und sogar das Aussehen der Webseiten wirkt sich auf das Ranking aus.

Vor allem der letzte Punkt könnte hier Verwirrung auslösen: „War das nicht schon immer so“, könnten Sie sich fragen. Die Antwort ist gleichzeitig ja und nein, denn hierbei geht es nicht um Keyword-optimierten Content, der dazu beiträgt, die Themenrelevanz zu erhöhen, sondern um Suchanfragen-abhängigen Content, der das präsentiert, was die Nutzer suchen.

So testet Google Qualität

Google ist darin bestrebt, die Suchergebnisse auf die Nutzerbedürfnisse zu optimieren. Dabei spielt die Themenrelevanz der jeweiligen Webseite natürlich eine ganz entscheidende Rolle. Da die Inhalte selbst jedoch nicht durch den Google-Algorithmus ausgewertet werden können, zieht Google einen weiteren Indikator heran: die Zufriedenheit der User.

Hierfür werden die Suchergebnisse regelmäßig durchgemischt. Nutzer A bekommt so Domain A an erster Stelle angezeigt, während bei Nutzer B Domain B auf Position 1 sieht. Gemessen werden dann nicht etwa die Klickzahlen – Google nutzt die Kennziffer der sogenannten „Shortclicks“, um Nutzeranfragen und die präsentierten Suchergebnisse zu bewerten. Shortclicks bezeichnen folgendes Phänomen:

  • Der Nutzer gibt einen Begriff in die Google Suche ein.
  • Daraufhin wirft Google verschiedene Suchergebnisse aus.
  • Der User klickt nun ein Ergebnis an.
  • In wenigen Sekunden entscheidet der Nutzer, dass diese Webseite nicht relevant ist, beispielsweise weil sie nicht wirklich das bietet, was er sucht, und verlässt die Seite wieder.

Dieser minimale Zeitraum zwischen Anklicken und Verlassen der Seite (ohne sich weitere Unterseiten anzuschauen), beschreibt einen sogenannten Shortclick. Als Webseitenbetreiber bleiben Ihnen also nur wenige Sekunden, um zu überzeugen. Schaffen Sie das nicht, haben Sie einen weiteren Shortclick auf Ihrem Konto – und dieser ist Gift für das Ranking, unabhängig davon, wie gut alle anderen SEO-Maßnahmen sind.

Zufriedenheit erhöhen: Shortclicks vermeiden

Google ordnet die Userzufriedenheit als den entscheidenden Faktor für die Suchergebnisaufstellung ein und zieht für die Bewertung die Kennziffer der Shortclicks heran. Für Sie als Webseitenbetreiber bedeutet das also, dass die Zufriedenheit der Besucher ebenfalls in Ihre SEO-Strategie mitaufgenommen werden muss, um Ihr Ranking positiv zu beeinflussen – jeder Shortclick, den Sie vermeiden können, ist ein Gewinn für Ihre SEO-Bemühungen.

Für die entsprechenden Maßnahmen ist ein Punkt essentiell: Die Suche beziehungsweise die Entscheidung, ob eine Webseite das bietet, was der Nutzer sucht, wird nicht nur in wenigen Sekunden(-Bruchteilen), sondern auch unbewusst entschieden. Das bedeutet, dass nicht nur der Content selbst, sondern auch „das erste Gefühl“ entscheidend ist. Darauf aufbauend sollten Sie Ihre Maßnahmen planen.

Unterschied zwischen „was der User sucht“ und „was der User findet“

Zeit ist kostbar – das gilt auch für User, die eine Google Suche starten. Letztendlich ist also jeder Klick zu viel nervenaufreibend und jede Sekunde auf einer Webseite, die nicht das bietet, was der Suchende sucht, vergeudete Zeit. Das bedeutet für den Webseitenbetreiber wiederrum, dass er sicherstellen sollte, dass die Sucheingabe auch zum Thema der Webseite passt. Ein Beispiel:

  • Die Sucheingabe eines Nutzers lautet „Armbanduhr kaufen“
  • Domain A auf Platz 1 der Suchergebnisse wird angeklickt.
  • Domain A zeigt aber nur einen (informativen) Text mit Tipps zu Armbanduhren – keine Kaufmöglichkeit
  • Der User verlässt Domain A.

Dies ist ein typisches Beispiel für einen Shortclick. Der User ist auf der Suche nach einem Shop – nicht nach einem schönen informativen Text zum Thema „Was man beim Armbanduhren-Kauf beachten sollte“. Das Verlassen der Seite geschieht dabei, ohne nachzudenken und in wenigen (Milli-)Sekunden.

Vor allem bei allgemeinen Suchanfragen – für unser Beispiel wäre hier die Suchanfrage „Uhr“ passend – spielt auch die Suchintention eine Rolle. Was sucht der Nutzer genau, wenn er „Uhr“ eingibt? Informationen? Einen Shop? Die aktuelle Uhrzeit? Darüber sollten Sie sich als Webseitenbetreiber Gedanken machen – und dementsprechend alle Suchintentionen ideal abdecken. Nicht Content ist King, sondern User entscheiden, was hochwertig ist.

Das Auge isst mit: Professionalität ist (auch) eine Frage des Designs

Jeder Webseitenbesuch muss auch etwas für das Auge bieten. Ein altbackendes Design ist in manchen Fällen abschreckend und kann für den User gleichbedeutend mit „nicht relevant“ sein. Dabei geht aber nicht nur darum, dass die Webseite „gut aussieht“, sondern vor allem um bestimmte Merkmale, die jeder Internetnutzer mit Qualität gleichsetzt, weil Sie von großen Onlinemedien auf eine bestimmte Art und Weise umgesetzt und präsentiert werden, beispielsweise:

  • Das Logo sitzt oben links.
  • Die Navigation befindet sich horizontal über dem Content.
  • Text-Inhalte sind durch Autor (beziehungsweise dessen Kürzel), Datum und Uhrzeit gekennzeichnet und mit Zwischenüberschriften formatiert.
  • Bilder sind durch Quellenangabe und Bildunterschrift ergänzt.

Webseiten, die von diesen Merkmalen abweichen, könnten als qualitativ minderwertig gewertet werden – die Folge: ein Shortclick, auch wenn der Inhalt vielleicht durchaus hochwertig ist. Ein ansprechendes und hochwertiges Design ist insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass Google zusätzlich manuelle Bewertungen von Google Mitarbeitern zurate zieht, ein ganz entscheidendes Qualitätskriterium – denn auch die Google-Mitarbeiter sind „nur“ Menschen.

Fällt der erste Eindruck positiv aus, widmet sich der Besucher den eigentlichen Inhalten. Allerdings nur, wenn die Seitenladezeit Ihnen keinen Schritt durch die Rechnung macht, denn: je länger die Seite lädt, desto eher klickt der Suchende auf den „Zurück-Button“, der wieder zu den Suchergebnissen führt.

Shortclicks sind der Todfeind jedes Google Rankings. Neben den Maßnahmen der eigentlichen SEO-Strategie sind also Maßnahmen für eine Maximierung der Seitenbesuchsdauer und der Reduzierung von Shortclicks ganz entscheidend für den Erfolg. Versetzen Sie sich dabei immer in die Lage Ihrer Besucher und stellen Sie sich dabei die Frage: Finde ich auf meiner Webseite wirklich das, was der erste Eindruck vermittelt?

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