Wordpress SEO Tutorial: 2019 Edition

So optimierst du deine WordPress Website perfekt für Nutzer und Google!

WordPress ist wahrlich eine feine Sache. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass mehr als ein Viertel der Webseiten auf dieses CMS vertraut. Gratuliere erstmal zu deiner Entscheidung.

Wenn du jetzt aber glaubst, dass du demnächst für deine Keywords ganz oben bei Google zu finden bist, dann liegst du leider falsch. WordPress verhilft dir nicht wie durch Zauberhand zu Top-Platzierungen bei der Suchmaschine. „WordPress SEO“ ist keine Liste mit 10 einfachen Tipps, sondern eine Menge Arbeit, Schweiß und vielleicht sogar Tränen. ;)

Alexander Rus

Autor: Alexander Rus
Position: Geschäftsführer
Aktualisiert am: 11.01.2019

In diesem unglaublich umfangreichen Tutorial lernst du, wie du deine WordPress Website aus SEO-Sicht auf Vordermann bringst und was du sonst noch brauchst, um „bei Google gefunden zu werden“. Keine Angst, kein Blabla, sondern ausschließlich konkrete Schritte, hilfreiche Tipps und jede Menge Screenshots und Videos.

Bevor du startest, solltest du dich aber unbedingt mit den SEO-Grundlagen auseinandersetzen: https://www.evergreenmedia.ch/was-ist-seo/

Disclaimer
Es werden auch Punkte enthalten sein, die du anfangs noch nicht verstehst. Keine Panik, setze erstmal die Grundlagen um. Wenn alles steht, kannst du dich um die Feinheiten kümmern. Du musst nicht gleich die perfekte WordPress SEO Webseite erstellen, denn die haben deine Konkurrenten höchstwahrscheinlich auch nicht.

Nein, die Installation und Konfiguration von Yoast SEO (oder einem anderen WordPress SEO-Plugin) reicht nicht aus, um deine Webseite für Google zu optimieren, weil das kann und macht fast jeder.

Affiliate: Bei mit „*“ markierten Verlinkungen handelt es sich um Affiliate-Links.

WordPress Hosting

Darauf musst du beim Hosting deiner WordPress Website achten!

Für WordPress Anfänger, aber auch die meisten Fortgeschrittenen ist ein WordPress Managed Hosting die richtige Wahl. Vereinfacht ausgedrückt, bietet dir ein WordPress Managed Hosting einen Server, der speziell für WordPress konfiguriert wurde und nimmt dir die Arbeit ab, den Server selbst warten zu müssen.

Bei einem Content Management System wie WordPress ist das durchaus sinnvoll, denn ein schlecht konfigurierter Server oder eine veraltete WordPress-Version machen dich sonst zu leichter Beute für Hacker und Script-Kiddies (wir verwenden übrigens das Hosting von WP Engine*).

Ein weiterer Vorteil von einem WordPress Managed Hosting ist, dass sich der Hosting-Anbieter tagtäglich nur mit WordPress beschäftigt. Das bedeutet, der Support kennt sich wirklich aus, denn alles ist auf WordPress getrimmt.

Warnung: Generalisten wie Bluehost und 1&1 versuchen sich als WordPress-Experten darzustellen. Verständlich, immerhin ist eine Menge Geld im Spiel. Trotzdem, vertraue nur Spezialisten!

Eine einfache Checkliste für ein hochwertiges WordPress SEO Hosting:

  • 100% Uptime (immer online)
  • http/2 (kürzere Ladezeiten)
  • PHP 7 (kürzere Ladezeiten)
  • Integrierter Caching Layer (kürzere Ladezeiten)
  • Automatisiertes Setup von SSL-Zertifikaten (z.B. das kostenlose Let’s Encrypt)
  • Content Delivery Network inkludiert (falls du international durchstarten willst)
  • Staging Area, damit du nicht deine Live-Webseite abschießt, während du WordPress SEO lernst
  • Laufende Backups
  • Support von WordPress Spezialisten
  • Übersichtliches und schnelles Hosting-Backend

Empfehlenswerte Anbieter:

Mit diesen Anbietern haben wir gute Erfahrungen gemacht:


Keine Angst, falls du nur ein kleines Budget hast, gibt es auch günstigere Alternativen. Diese sind zwar nicht auf WordPress zugeschnitten, aber liefern trotzdem eine gute Performance und sind (halbwegs) sicher. Unser Tipp: ALL-INKL*

Achte beim Hosting lieber auf Qualität, anstatt nur auf den Preis zu schauen ;)

WordPress Themes

So suchst du dir das richtige WordPress Theme für dein SEO-Projekt aus!

Durch ein Theme entsteht immer ein gewisses Commitment. Je länger du schon an deinem Projekt arbeitest, desto schwieriger wird der Wechsel zu einem anderen, vielleicht besseren WordPress Theme. Deswegen solltest du die Theme-Entscheidung nicht überstürzen.

Worauf du bei deiner Theme-Auswahl aus SEO-Sicht achten solltest:

  • Responsive Design
  • Saubere Programmierung (schwer zu prüfen als Laie)
  • Eine saubere HTML-Heading-Struktur (h1 bis h6 wie hier erklärt)
  • Kurze Ladezeiten
  • Inkludierte Features wie z.B. ein Layout Builder
  • Das Team hinter dem Theme 😊


Du denkst dir jetzt sicher gerade, dass du keine Ahnung von diesen Punkten hast. Aus diesem Grund findest du hier eine kleine Checkliste und gleich danach einige gute Anbieter.

Die Checkliste zur Auswahl eines WordPress SEO Themes:

WordPress Theme Ladezeiten

Mit WebPagetest kannst du schnell und einfach die Ladezeit deiner Webseite prüfen. Das Tool zeigt dir haargenau, was passiert, was einer späteren Optimierung zu Gute kommt.


  • Teste die Performance der Demo-Seite mit WebPageTest.org.
    • Speed Index unter 2000
    • Mindestens Bs bei der Benotung
    • Erstaufruf unter 3 Sekunden
  • Responsive Design Checker: https://www.browserstack.com/responsive
  • Installiere die Chrome Erweiterung „SEO Meta in 1 Click“ und prüfe die HTML Heading Struktur
    • Es gibt nur eine H1 (jaja, in HTML5 ist alles erlaubt, nur interessiert uns SEOs das nicht)
    • Die HTML-Überschriften folgen der korrekten Hierarchie
    • Es dürfen nur in den Hauptinhalten Überschriften vorkommen
    • In der Navigation, in der Sidebar und im Footer kommen keine Überschriften vor
  • Bietet das Theme alle Features, die du für das geplante Projekt brauchst?
  • Bietet das Theme Features, wodurch du dir Plugins sparen kannst?
  • Wird das Theme aktiv weiterentwickelt?
  • Gibt es Support oder ein Support-Forum, falls du Probleme mit dem Theme hast?



Empfehlenswerte WordPress Theme-Anbieter:

  • Array Themes
  • Elegant Themes
  • Thrive Themes

Wenn du das falsche Theme wählst, wirst du viel Zeit damit verbringen die OnPage-SEO hinzubiegen und deine Ladezeiten zu reduzieren.

WordPress SEO Plugins

Mit diesen WordPress Plugins verbesserst du deine Suchmaschinenoptimierung!

SEO Plugins

  • Yoast SEO: Der Klassiker
  • The SEO Framework: Das Plugin für Profis

Yoast SEO

Jede WordPress-Seite benötigt ein SEO-Plugin. Und wenn es um SEO-Plugins geht, ist Yoast SEO bei weitem die beliebteste Option. WordPress SEO ist jedoch ein komplexes Thema. Und um das zu adressieren, hat Yoast SEO viele komplexe Funktionen eingebaut, um dir die Kontrolle über die SEO deiner Website zu geben.

Yoast SEO richtig konfigurieren

Meine Tipps zu Yoast SEO

Setze pro Seite unbedingt ein Fokus-Keyword:

Vor allem als Anfänger ist es wichtig, dass du dich auf ein Fokus-Keyword festlegst und dich an die Ratschläge von Yoast SEO hältst. Wenn du mehr über SEO lernst, wirst du das Ampelsystem immer weniger brauchen, aber zu Beginn ist das Feature überaus wertvoll.

Anhangsseiten weiterleiten:
Yoast SEO Anhang Seiten

Mit Yoast SEO kannst du Anhang-Seiten automatisch auf die URL mit dem Anhang weiterleiten. So entstehen durch Anhänge keine sinnlosen Seiten mehr!

WordPress hat aus meiner Sicht eine große Schwäche: Das CMS generiert liebend gerne überflüssige Seiten, wie beispielsweise datumsbasierte Archive und Autorenarchive. Yoast SEO bietet die Möglichkeit, diese zu deaktivieren, denn Google belohnt Webseiten, welche hauptsächlich aus hochwertigen Seiten bestehen.

Was die meisten aber nicht wissen ist, dass WordPress zu jedem Bild oder anderen Anhang wie zum Beispiel einer PDF eine eigene Unterseite generiert. Damit ist nicht die URL zu einem Bild gemeint, sondern eine eigene Seite, wo das Bild im Theme angezeigt wird.

Google hasst solche überflüssigen Seiten, weil diese keinerlei Mehrwert bieten und somit nur Crawl Budget verprassen. Dementsprechend wollen wir Google das Leben leichter machen und entfernen diese überflüssigen Seiten.

Cornerstone Content:
Yoast SEO Cornerstone Content

Yoast SEO erlaubt es dir wichtige Seiten als Cornerstone Content zu kennzeichnen. Das bedeutet, dass diese Seiten vermehrt von Yoast SEO zur internen Verlinkung vorgeschlagen werden.

Seit nicht allzu langer Zeit können Seiten und Beiträge als Cornerstone Content gekennzeichnet werden. Das heißt, sie werden als besonders wichtig gekennzeichnet. Wenn du diese Funktion nutzt, empfiehlt dir Yoast SEO bei jedem passenden Beitrag, diese Seiten intern zu verlinken. So stärkst du deine wichtigsten Seiten und sagst Google, dass diese Inhalte etwas Besonderes sind.

Die Yoast SEO Verlinkungsbox findest du übrigens auf Seiten und Beiträgen unten in der rechten Sidebar.

The SEO Framework

The SEO Framework ist die richtige Lösung für dich, wenn du dich bereits in WordPress SEO auskennst und den ganzen Schnickschnack von Yoast SEO nicht mehr brauchst.

Der Vorteil ist, dass du dir eine Menge Ressourcen sparst, was deine Performance verbessert, während dir trotzdem die essentiellen Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Ein paar Zahlen für dich von root.io:

  • Das Plugin ist zwischen 197% bis 867% schneller als andere beliebte SEO-Plugins
  • Das Plugin braucht 177% bis 260% weniger Ressourcen als andere beliebte SEO-Plugins
  • Das Plugin hat 0% Werbung im WordPress Backend
The SEO Framework richtig konfigurieren

Meine Tipps zu The SEO Framework
The SEO Framework Extension Manager:

Im Vergleich zu Yoast SEO ist The SEO Framework sehr schlank. Die Grundversion liefert die essentiellen Funktionen, aber nicht mehr. Wer weitere Funktionen braucht, installiert den Extension Manager und kann dann bequem aus dem WordPress Backend weitere Features freischalten. Der Großteil der Erweiterungen ist dabei sogar kostenlos.

Empfehlenswerte The SEO Framework Extensions:

  • Focus
  • Origin


Dann gibt es zusätzlich noch Premium-Erweiterungen. Vor allem für lokale Unternehmen, die im Local Snack Pack bei Google ranken wollen, ist die Premium-Erweiterung Local SEO (https://theseoframework.com/extensions/local/) sinnvoll.

Performance-Einstellungen für große WordPress Webseiten:

The SEO Framework bietet einige Performance-Einstellungen, welche vor allem großen Webseiten zu Gute kommen. Die Einstellungen helfen kleinen Webseiten eher weniger, aber Webseiten mit tausenden Unterseiten profitieren von diesem einzigartigen Feature.

The SEO Framework Performance-Einstellungen

Besonders für Webseiten mit tausenden Unterseiten bietet The SEO Framework einige interessante Einstellungen, um die Performance zu verbessern.

11 hilfreiche Plugins, die deine Webseite zusätzlich für Google optimieren

Übersicht behalten

CMS Tree Page View: Das Plugin zeigt dir die Seitenstruktur deiner Internetseite im Backend an. Vor allem bei großen Projekten behältst du so die Übersicht.

Struktur und Usability

Table of Contents Plus: Das Plugin generiert für deine Beiträge und Seiten ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis.

Widget Logic: Mit diesem Plugin kannst du die Widgets auf jeder Seite individuell steuern und so wiederholende Elemente (Duplicate Content) vermeiden.

Performance

WP Rocket*: Aus meiner Sicht ist WP Rocket das beste Performance-Plugin für WordPress. Wie du das Plugin richtig konfigurierst, lernst du weiter unten.

Simple Image Sizes: Das Plugin erlaubt es dir, neue Bildformate zu definieren, welche WordPress dann beim Medienupload automatisch generiert. So kannst du immer und überall die perfekte Bildgröße wählen.

Optimus* / ShortPixel*: Diese Plugins helfen dir bei der Bildkomprimierung. Mehr über das Thema Bildkomprimierung lernst du weiter unten.

Strukturierte Daten / Rich Snippets

Markup (JSON-LD) structured in schema.org: Das Plugin generiert strukturierte Daten, die normale Webseiten benötigen.

WP Review Pro*: Das Plugin generiert strukturierte Daten, die besonders für Affiliate-Testseiten hilfreich sind.

Interne Verlinkung

Jetpack von WordPress.com: Jetpack bietet tonnenweise Features. Wir nutzen es aber vor allem für Related Posts, da wir die Last durch die Berechnung auf Jetpacks Server auslagern können. Wie du das Attribut nofollow aus den Related Posts entfernst? Einfach diesen Code am Ende deiner functions.php einfügen:


function jeherve_custom_rp_rel( $post_id ) {
return '';
}
add_filter( 'jetpack_relatedposts_filter_post_link_rel', 'jeherve_custom_rp_rel', 20, 2 );

SEO für Fortgeschrittene

Pages in RSS: Falls du Blogverzeichniseinträge machst, um Deeplinks (Backlinks auf bestimmte Unterseiten) auf neue Beiträge zu generieren, dann solltest du dir dieses kleine aber feine Plugin installieren. Wie du Seiten auch ohne das Plugin in deinen RSS-Feed bekommst, lernst du in diesem Video.

Better Search Replace: Mit Better Search Replace kannst du schnell und einfach deine WordPress Tabellen durchsuchen und Strings ersetzen. Das ist vor allem hilfreich, wenn du interne Weiterleitungen auflösen willst.

Notiz
Auf dieser Liste sind keine Problem-Plugins wie Broken Link Checker, WP Smush.it etc. vertreten. Anbieter von Managed WordPress Lösungen haben Plugin-Backlists (Plugins, die nicht installiert werden dürfen), weil einige Plugins die Performance und die Sicherheit der Installation gefährden.

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Cutting Edge SEO-Tipps keine Werbung kein Bullshit

WordPress SEO Grundeinstellungen

So konfigurierst du WordPress richtig!

Wie bereits erwähnt, ist die Installation eines SEO-Plugins wie Yoast SEO nur ein winziger Teil von WordPress SEO. Im Folgenden lernst du die wichtigsten Grundeinstellungen in WordPress selbst, um deine Google Optimierung auf Erfolgskurs zu bringen.

Sichtbarkeit für Suchmaschinen

WordPress-Einstellung Sichtbarkeit für Suchmaschinen

Solange das Häkchen hier besteht ist Google über die robots.txt ausgesperrt und wird deine Webseite nicht indexieren.

Damit Google deine WordPress Seite überhaupt crawlen, indexieren und ranken kann, musst du Google Zugriff gewähren. Ist das Häkchen nämlich gesetzt, ist Google über die robots.txt ausgesperrt.

Experten-Tipp:
Bevor du deine URL-Struktur noch nicht festgelegt und ca. 10.000 Wörter auf der gesamten Webseite publiziert hast, würde ich Google nicht auf die Webseite lassen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass du noch URLs anpasst, was dazu führen würde, dass du Weiterleitungen einrichten musst. Das macht alles wieder kompliziert. Deshalb: Schalte deine Website erst frei, wenn du das Gefühl hast, startklar zu sein und sich nichts mehr großartig ändern wird.

Subdomains oder Verzeichnisse

Subdomain: shop.evergreenmedia.at

Verzeichnis: evergreenmedia.at/shop/

Falls du nicht weißt, was Subdomains sind und wann du sie einsetzt solltest, kannst du die Thematik ignorieren und alles über Verzeichnisse lösen. Aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung sind Verzeichnisse sowieso die beste Lösung.

Alle diejenigen, die ihr Projekt mit Subdomains auftrennen wollen, müssen verstehen, dass für Google jede Subdomain eine eigene Entität ist, für welche Suchmaschinenoptimierung gemacht werden muss. Vereinfacht ausgedrückt: Man macht sich das Leben mit Subdomains in der Regel schwerer als einfacher.

Was mit dem Traffic passiert, wenn man ein Projekt von Subdomains auf Verzeichnisse umstellt, siehst du hier:

Subdomains vs. Verzeichnisse

Google zählt jede Subdomain fast komplett als eigenständige Entität. Das heißt, die Autorität verteilt sich und ist nicht gebündelt.


Experten-Tipp:
Verwende Verzeichnisse statt Subdomains, außer du hast einen sehr guten Grund.

Mit oder ohne www

Immer wieder werde ich gefragt, ob es aus SEO-Sicht einen Unterschied zwischen www und ohne www gibt. Die Antwort lautet: Nein. Es macht überhaupt keinen Unterschied.

Wichtig ist eigentlich nur, dass du nicht plötzlich wechselst, ohne die nötigen Weiterleitungen einzurichten, denn dann kommt es zu einer SEO-Apokalypse.

Wenn du dich entschieden hast, solltest du Google in der Google Search Console noch Bescheid geben, welche Version du präferierst. Hier findest du die offizielle Anleitung. Falls du die Google Search Console noch nicht für deine WordPress Webseite eingerichtet hast, gibt es hier eine tolle Anleitung von lunapark.

Experten-Tipp:
Aus technischer Sicht gibt es sehr wohl einen Unterschied: Eine Domain mit www gibt dir mehr Flexibilität bzgl. DNS, die Möglichkeit Cookies zwischen unterschiedlichen Subdomains einzuschränken und so weiter. Ich für meinen Teil habe bei all meinen Webseiten ein www vor der Domain, weil es auch für Nutzer „normal“ ist.

SSL / HTTPS

Im Jahr 2019 ist SSL aus SEO-Sicht für jede Webseite Pflicht. Wie Google hier im Chromium Blog angekündigt hat, wird Chrome in der neuen Version sogar Webseiten ohne SSL als „nicht sicher“ kennzeichnen, was für deine Besucher natürlich nicht gerade beruhigend ist.

Inwiefern HTTPS die Sichtbarkeit bei Google verbessert, ist schwer zu sagen. Ja, HTTPS ist einer von hunderten Ranking-Faktoren, aber die meisten Webseiten laufen ohnehin schon auf HTTPS. Das heißt, du solltest deine Webseite von Anfang an gleich mit einem SSL-Zertifikat ausstatten.

Welches SSL-Zertifikat für SEO das richtige ist, lernst du in diesem Video:

Wie du deine WordPress Webseite auf HTTPS umstellst, erklärt dir Ellen von Elmastudio unter https://www.elmastudio.de/wordpress-webseiten-auf-https-umstellen-leicht-gemacht/ Schritt für Schritt.

Permalinks und die URL-Struktur

Laut Moz ist eine URL ein menschenlesbarer Text, der die Nummern (IP-Adressen) ersetzen soll, die Computer für die Kommunikation mit Servern verwenden. Das ist nett zu wissen, aber was du wirklich über URLs im Allgemeinen und deine Permalinkstruktur wissen musst, ist:

  • Hierarchien sollten klar abgebildet werden. Beispiel: test.com/seo/onpage/title-tag/
  • URLs sollten möglichst kurz sein
  • URLs sollten sprechend sein. Das heißt, der Nutzer sollte anhand der URL bereits erkennen, worum sich die Seite dreht
  • Sorge dafür, dass die URL das Main Keyword der jeweiligen Seite enthält
  • Verwende „“, um Wörter voneinander zu trennen und die Lesbarkeit der URL zu erhöhen
  • Verwende ausschließlich Kleinschreibung in URLs


Viele weitere Tipps zur Optimierung von URLs findest auch in diesem Blogartikel von Rand Fishkin und in diesem Video:

Damit wir diese Richtlinien in WordPress auch befolgen können, gehen wir im WordPress Backend auf Einstellungen > Permalinks und stellen das Folgende ein:

WordPress SEO Permalinks

Du kannst dich zu Beginn ein wenig mit der Einstellung Permalinks spielen, bis du die für dich ideale URL-Struktur gefunden hast. Wichtig ist, dass du sie danach nie wieder änderst ohne Weiterleitungen einzurichten.

Ja, auch andere Einstellungen sind möglich und valide, aber darüber solltest du dir erst Gedanken machen, wenn du wirklich Bescheid weißt. Ich für meinen Teil verwende ausschließlich die angeführten Permalinks-Einstellungen.

Mehrsprachigkeit

Wenn du mit einer mehrsprachigen Website durchstarten willst, sollte dir klar sein, dass der zusätzliche Aufwand gigantisch sein wird. Jede Seite sollte übersetzt werden. Immer wenn du deine Inhalte änderst, müssen diese in allen Sprachen geändert werden. Hiermit bist du gewarnt.

Internationale SEO ist außerdem ein ganz eigenes Kapitel. Mehr darüber lernst du in diesem einstündigen SEO-Seminar von mir.

Aus WordPress SEO-Sicht sind für mehrsprachige Inhalte diese Plugins zu empfehlen:

  • Polylang (kostenlos)
  • WPML (bezahlt, aber mit gutem Support)


Die Plugins generieren dir die für Google nötigen Hreflang Tags. Wenn Hreflang Neuland für dich ist, lies dir diesen umfangreichen Guide von Sistrix durch.

Ganz wichtig ist, dass du die unterschiedlichen Sprachen in Verzeichnisse anstatt in Subdomains oder gar Parameter packst. Das ist entscheidend, weil du so deine Autorität (über Backlinks) in einer Entität bündelst.

Experten-Tipp:
Lass deine Inhalte von einem professionellen Übersetzungsbüro übersetzen. Alles andere ist nicht akzeptabel für deine Besucher. Nein, weder Google Translate noch DeepL liefern dir qualitativ hochwertige Inhalte. Ich kann dir garantieren, dass maschinelle Übersetzungen deine Google Rankings ruinieren werden.

Sitemap

Es sollte zwei Sitemaps geben, zum einen eine im XML-Format für die Google Search Console und zum anderen eine HTML-Sitemap, die du im Footer oder Socket deiner WordPress Website verlinkst. Die Sitemap im XML-Format generiert dir dein SEO-Plugin, egal ob Yoast SEO, wpSEO oder The SEO Framework.

Für die HTML-Sitemap vertraue ich auf WP Realtime Sitemap, weil das WordPress Plugin viele wertvolle Einstellmöglichkeiten bietet, aber auch Table Of Content Plus kann dir deine HTML-Sitemap generieren.

WP Realtime Sitemap

Du solltest Google immer nur auf Seiten schicken, welche indexierbar und hochwertig sind.

Wenn dein WordPress SEO Projekt halbwegs steht und du deine Website für Suchmaschinen sichtbar gemacht hast, ist es Zeit, die XML-Sitemap in der Google Search Console einzureichen:

Google Search Console XML Sitemap einreichen

Damit Google genau über deine Inhalte Bescheid weiß, solltest du deine XML Sitemap in der Google Search Console einreichen. Dann siehst du auch wie viel deiner Seiten und Bilder indexiert sind.

.htaccess

Was ist eine .htaccess?

Die .htaccess ist eine Konfigurationsdatei zur Verwendung auf Webservern mit der Apache Web Server Software. Wenn eine .htaccess-Datei in einem Verzeichnis abgelegt wird, das wiederum über den Apache Web Server geladen wird, dann wird die .htaccess-Datei von der Apache Web Server-Software erkannt und ausgeführt.

Vorlage / Beispiel

WordPress htaccess

Du wirst dich wundern, wieso ich diese .htaccess nicht als Code zum Kopieren eingefügt habe… Naja, so einfach ist es nicht und ich will dich dazu zwingen dich wirklich mit dieser wichtigen Datei auseinanderzusetzen. Es kann viel schief gehen :D

robots.txt

Was ist eine robots.txt?

Die robots.txt ist eine Textdatei, die Webmaster erstellen, um Bots (typischerweise Bots von Suchmaschinen) anzuweisen, wie man Seiten auf ihrer Website durchsuchen soll. Die Datei robots.txt ist Teil des robots exclusion protocol (REP), einer Gruppe von Webstandards, die regeln, wie Bots das Web durchsuchen, auf Inhalte zugreifen, sie indizieren und sie den Benutzern zur Verfügung stellen.

Das REP enthält auch Direktiven wie Meta Robots, sowie seiten-, unterverzeichnis- oder seitenweite Anweisungen, wie Suchmaschinen-Links behandelt werden sollen (wie z.B. „follow“ oder „nofollow„). In der Praxis bestimmen robots.txt-Dateien, welche User Agents Teile einer Website crawlen können. Diese Crawl-Anweisungen werden durch „disallow“ oder „allow“ des Verhaltens bestimmter (oder aller) Benutzeragenten festgelegt.

Vorlage / Beispiel:


User-agent: *
Disallow: /wp-admin/
Disallow: /trackback/
Disallow: /xmlrpc.php
Allow: /wp-admin/admin-ajax.php

Sitemap: https://example.com/sitemap.xml

Du willst, dass wir dir genau zeigen, was du an deiner Website ändern musst, um bei Google besser zu ranken?

Die Struktur deiner WordPress Website

So kreierst du eine für Mensch und Maschine logische Seitenstruktur!

Die Struktur deiner Website bestimmt maßgeblich, ob du langfristigen SEO-Erfolg erleben wirst oder ob das Projekt Google Optimierung für dich scheitern wird. Die strukturelle OnPage-Optimierung wird häufig vernachlässigt, bestimmt aber den Relevanzfluss durch deine Seite, wie gut deine Website für Google zu crawlen ist und welche Inhalte Google für wichtig hält und welche nicht.

Seiten vs. Beiträge

Eine genaue Übersicht, worin sich Seiten und Beiträge unterscheiden, erklärt dieser Artikel von Dave Warfel bei wpSmackdown.

Hier eine kurze Zusammenfassung von mir, was für WordPress SEO relevant ist:

  • Beiträge werden chronologisch sortiert vs. Seiten sind hierarchisch
  • Kategorien, Tags, Archive gibt es nur für Beiträge
  • Seiten werden nicht im RSS-Feed angeführt
  • Seiten erlauben es, die komplette URL frei zu bestimmen
  • Seiten können als Startseite gesetzt werden

Aus diesen Eigenschaften ergeben sich auch die Anwendungsgebiete:

  • Wenn ich Leistungsseiten oder Landingpages brauche, implementiere ich diese als Seiten.
  • Wenn ich zusätzlich einen Blog oder Ratgeber führen will, verwende ich dafür Beiträge.

Grundsätzlich macht es aber keinen großen Unterschied, ob du Seiten oder Beiträge verwendest. Du kannst mit beiden Top-Platzierungen bei Google erreichen.

Kategorien und Tags

Was sind WordPress Kategorien?

Kategorien sind für eine breite Gruppierung deiner Beiträge gedacht. Betrachte Kategorien als allgemeine Themen bzw. als Inhaltsverzeichnis deines Blogs. Kategorien sind da, um herauszufinden, worum es in deinem Blog wirklich geht. Sie sollen den Lesern helfen, das richtige Themengebiet auf deinem Blog zu finden. Kategorien sind hierarchisch aufgebaut, sodass du Unterkategorien erstellen kannst.

Was sind WordPress Tags (Schlagwörter)?

Tags sind dazu gedacht, bestimmte Details deiner Beiträge zu beschreiben. Betrachte Tags als die Schlagwörter deines Blogs. Sie sind dazu da, um beispielsweise eine bestimmte Blogartikelreihe zu verbinden. Tags sind nicht hierarchisch.

Vergiss nicht, dass beide Seitentypen grundsätzlich keinen Unique Content enthalten, sondern aus Textschnipseln deiner Beiträge bestehen. Das heißt, Google stuft sie in der Regel als Thin Content ein. Dem kannst du entgegenwirken, indem du einzigartige Inhalte hinzufügst oder Kategorien wie auch Tags über dein SEO-Plugin auf Meta Robots noindex,follow stellst.

Experten-Tipp:
Stelle Seiten auf deiner Webseite niemals auf Meta Robots noindex, nofollow, denn dadurch unterbrichst du den Linkfluss und vergeudest so wertvollen Link Juice.

Breadcrumbs

Yoast SEO Breadcrumb

Durch eine Breadcrumb-Navigation stärkst du die vertikale interne Verlinkung deiner WordPress Webseite.

Was ist eine Breadcrumb?

Eine „Breadcrumb“ (oder „Breadcrumb Trail“) ist eine Art sekundäres Navigationsschema, das die Position des Benutzers in einer Website anzeigt. In der Regel findest du Breadcrumbs auf Websites, die eine große Menge an Inhalten hierarchisch organisiert haben. In ihrer einfachsten Form sind Breadcrumbs horizontal angeordnete Textlinks, die durch das Symbol „größer als“ getrennt sind. Das Symbol zeigt die Ebene dieser Seite relativ zu den Seitenlinks daneben an.

Eine Breadcrumb verbessert die vertikale Verlinkung deiner Webseite. Vereinfacht ausgedrückt, optimiert es die Crawlbarkeit deiner Webseite.

Experten-Tipp:
Meistens ist eine Breadcrumb-Navigation bereits in deinem WordPress Theme enthalten. Ansonsten kannst du kinderleicht nachrüsten, indem du die Funktion in Yoast SEO aktivierst. Hier auf der offiziellen Webseite von Yoast wird erklärt, wie du Yoast SEO Breadcrumbs in dein Theme einbaust.

Siloing / Informationsarchitektur

Der Begriff Siloing steht für das Konzept der Gruppierung von Informationen in verschiedene Abschnitte innerhalb einer Webseite. Ähnlich wie die Kapitel in einem Buch stellt ein Silo eine Gruppe von thematischen oder fachspezifischen Inhalten auf deiner Website dar.

Der Grund für diese Gruppierung ist, dass Suchmaschinen die „Keyword“-Relevanz innerhalb ihres Index zuerst auf der Grundlage der jeweiligen Seite und dann basierend auf den restlichen unterstützenden Inhalten und deren Verlinkung vergeben. Mit unterstützenden Inhalten sind Seiten gemeint, die eine hohe thematische Relevanz zum Keyword haben, dabei aber andere Aspekte des Themas abdecken.

Gut platzierte Websites basieren auf dem Konzept, dass eine Website wie eine wissenschaftliche Arbeit organisiert sein sollte. Eine Dissertation beispielsweise hat einen klar identifizierten Titel, ein Abstract, ein Inhaltsverzeichnis und dann Inhalte, um das Gesamtthema der Dissertation als Ganzes zu stärken. Der Kontext wird durch Verweise und Fußnoten zusätzlich verdeutlicht.

Nichts verstanden? Dann schau dir das Video über Silo-Seitenstrukturen an:

Die Struktur deiner Webseite entscheidet darüber, ob sich Nutzer zurechtfinden und ob Google deine Webseite „versteht“.

Die Optimierung deiner Inhalte

So optimierst du deine Inhalte für Nutzer und Google!

Keyword-Recherche als Fundament deines Erfolges

Der sicherste und vorhersehbarste Ansatz, um deine Sichtbarkeit in Googles organischer Suche zu steigern, ist die systematische Abdeckung von Keywords mit auf die Suchintention zugeschnittenen Inhalten.

Dazu musst du natürlich zunächst eine tiefschürfende Keyword-Recherche durchführen. Daraus ergibt sich dann auch deine Seitenstruktur (Wichtig: Siloing nicht vergessen) und zu guter Letzt die Inhalte und Seiten / Beiträge, die du benötigst.

In diesem Ratgeber lernst du, wie du eine professionelle Keyword-Recherche durchführst: https://www.evergreenmedia.ch/ratgeber/keyword-recherche/.

Eine Liste mit passenden Keyword-Tools und einen umfangreichen Testbericht findest du unter https://www.evergreenmedia.ch/seo-tools/keyword-tools/.

SEO-Texte schreiben

Wie erstelle ich einen guten SEO-Text? Das ist vermutlich die beliebteste aller SEO-Fragen.

Bei SEO-Texten kommt es auf sehr viele unterschiedliche Faktoren an, und obwohl du es wahrscheinlich überall liest, ist die Keyword-Dichte dabei eigentlich unwichtig.

In diesem SEO-Seminar über das Schreiben von SEO-Texten lernst du alles, was du wissen musst, um Inhalte zu produzieren, die für Hunderte von Keywords ranken:

Im folgenden Screencast zeige ich dir sogar ein konkretes Beispiel für einen SEO-Text. Hier siehst du Schritt für Schritt, wie ich einen SEO-Text recherchiere, plane und schreibe:

HTML-Headings

HTML-Headings sind so einfach zu verstehen, aber so viele machen es falsch. Dabei funktionieren HTML-Headings genauso wie Überschriften in Word:

  • Es kann nur eine H1 geben
  • H1 bis H6 sind hierarchisch aufgebaut

Aus Sicht der WordPress SEO sind noch die folgenden Punkte zu beachten:

  • Die H1 muss das Main Keyword enthalten
  • Das Main Keyword sollte auch in mindestens einer H2 vorkommen
  • Die Überschriften helfen dem Nutzer dabei, schnell zu finden, was er oder sie sucht
  • Die Überschriftenstruktur sollte logisch sein


Wer noch weitere Beispiele und Informationen braucht, findet einen exzellenten Ratgeber von Joost de Valk bei Yoast.

Google Snippets & andere Optimierungstipps von SEO-Plugins

SEO-Plugins wie Yoast SEO und auch The SEO Framework (mit Focus aktiviert) geben dir Feedback zu deinen SEO-Texten bzw. zur Keyword-Optimierung. Keine Angst, es muss nicht immer alles eingehalten werden.

Zur Wiederholung:

Main Keyword: Für dieses Keyword wollen wir die Seite vorrangig ranken. Es hat idealerweise ein hohes Suchvolumen und ist überaus relevant für unsere Unternehmung.

Secondary Keyword: In der Regel handelt es sich bei einem Secondary Keyword um eine Verfeinerung des Main Keywords. Beispiel: wordpress seo (Main Keyword) à wordpress seo plugins (Secondary Keyword). Es kann sich aber auch um ein Subthema unseres Main Keywords handeln. Wann es sinnvoll ist, eine eigene Seite für ein Secondary Keyword anzulegen, erkennst du am besten an den Suchergebnissen.

Hier die wichtigsten Faktoren in Form von zwei Checklisten:

Das Main Keyword muss vorkommen…

  • im Title Tag
  • in der Meta Description
  • in der H1
  • in mindestens einer H2
  • in der URL
  • als Dateiname des ersten Bildes
  • im ersten Bild als ALT-Attribut
  • im ersten Bild im Title-Attribut (enthalten)
  • in einer Bildunterschrift (falls zutreffend)
  • in den ersten 100 Wörtern der betreffenden Seite
  • im Text (natürlich verwenden, denn die Keyword-Dichte ist egal!)


Die Secondary Keywords sollten vorkommen

  • als Dateinamen der weiteren Bilder
  • als ALT-Attribute der weiteren Bilder
  • in den Title-Attributen der weiteren Bilder
  • in mindestens einer H2
  • im Text

Für einen Nutzer ist der Google Snippet der erste Kontaktpunkt mit deiner Brand. An dieser Stelle entscheidet er oder sie, ob er auf dein Suchergebnis klickt und deine Webseite besucht. Das heißt, du solltest dir Zeit nehmen, um den perfekten Google Snippet für deinen Content aufzubereiten. Ein hilfreiches Tool für die Snippet-Optimierung ist der Sistrix SERP Snippet Generator.

Google Snippet

Durch einen guten Google Snippet steigerst du die Klickrate und bekommst sofort mehr Besucher. Außerdem ist die Klickrate höchstwahrscheinlich ein Google Ranking-Faktor.

Damit deine Google Snippets in den Suchergebnissen auch geklickt werden, sollten dein Title Tag und deine Meta Description nicht nur auf deine Keywords optimiert, sondern zusätzlich attraktiv gestaltet sein. Alles über Snippet-Optimierung lernst du in diesem Video:

Bilder SEO

Bilder SEO ist vor allem dann wichtig, wenn du willst, dass deine Bilder weit oben in Googles Bildersuche ranken. Gute Platzierungen in der Bildersuche sollte man besonders für visuelle Themen, wie z.B. Möbel, Mode oder Fotografie, anstreben.

In diesem Video erfährst alles über Bilder SEO:

Auf die folgenden Punkte musst du bei der Optimierung deiner Bilder achten:

WordPress Bilder SEO

Google kann den Text in Bildern nicht lesen. Das heißt, du musst der Suchmaschine die nötigen Informationen liefern.

  • Dateiname
  • ALT-Attribut
  • Title-Attribut
  • Bildunterschrift

Daraus ergibt sich folgende Bilder-SEO-Checkliste:

  • Der Dateiname des ersten Bildes sollte dein Main Keyword sein
  • Wörter im Dateinamen trennst du mit „-“
  • Das ALT-Attribut des ersten Bildes sollte dein Main Keyword sein
  • Das Title-Attribut des ersten Bildes sollte dein Main Keyword enthalten und als Satz formuliert sein, weil der User es als Tooltip zu Gesicht bekommt
  • Die Bildunterschrift des ersten Bildes sollte dein Main Keyword enthalten und als Satz formuliert sein, weil Besucher das besonders gerne lesen
  • In den weiteren Bildern in deinem Beitrag oder Seite geht es im gleichen Ton weiter, nur eben mit deinen Secondary Keywords

Content Design und Content-Optimierung

Was ist Content Design?

Nachdem du den Text für eine Seite geschrieben hast, ist die Arbeit noch nicht getan. Der Text sollte mit passenden Bildern und Videos aufgewertet werden. Auch die Formatierung ist Teil des Content- Designs und beeinflusst maßgeblich, wie gut die Lesbarkeit des Artikels ist.

Die Content-Gestaltung bzw. das Content Design wird leider gerne vernachlässigt. Das ist schade, denn durch schönes Design kann die Lesbarkeit erhöht, die Usability verbessert und so das Engagement der Nutzer gesteigert werden.

Grundlegende Content Design Tipps

  • Jede 150 bis 300 Wörter gibt es eine Zwischenüberschrift, sodass der Leser den Text schnell überfliegen und ein hilfreiches Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken generiert werden kann
  • Die Absätze sind max. 5 Zeilen hoch auf einem normalen Desktop PC
  • Der Text wird mit Bildern und Videos aufgelockert
  • Besonders wichtige „Merksätze“ werden farblich hervorgehoben in Boxen dargestellt
  • Jedes Bild im Text wird mit einer Bildunterschrift versehen
  • Wichtige Aussagen oder Fachbegriffe werden fett markiert


Hilfreiche WordPress Plugins für SEO Content Design:

  • Shortcode Ultimate: Das Plugin stellt über 100 verschiedene Formatierungswidgets bereit, die du selbst anpassen kannst
  • TOC Plus: Das WordPress Plugin generiert automatisch ein Inhaltsverzeichnis für deinen Artikel

In diesem SEO-Seminar lernst du, wie du deinen Content möglichst attraktiv gestaltest und bestmöglich optimierst:

Verlinkungen

Interne Verlinkungen

Durch eine gute interne Verlinkung sorgst du nicht nur dafür, dass Nutzer länger auf deiner Website bleiben und so die Verweildauer steigt. Du hilfst auch Google dabei zu verstehen, welche Seiten dir besonders wichtig sind und für welche Keywords diese ranken sollen.

Alles, was du über interne Verlinkung für SEO wissen musst, wie beispielsweise Ankertext-Optimierung, die Nutzung von nofollow und PageRank Sculpting, lernst du in diesem Video.

Externe Verlinkungen

Unter externen Verlinkungen versteht man Links, die von deiner Webseite auf eine andere Webseite zeigen. Im Internet ist es ganz normal, dass man gute Informationsquellen und weiterführende Inhalte verlinkt.

In diesem Zusammenhang hast du sicherlich schon vom Link-Attribut nofollow gehört.

Was ist nofollow?

Durch das Hinzufügen von rel=“nofollow“ zu einem Hyperlink zeigt eine Seite an, dass das Ziel dieses Hyperlinks nicht durch Suchmaschinen, die eine Linkanalyse auf Webseiten durchführen (z.B. durch den PageRank-Algorithmus von Google), zusätzlich gewichtet oder bewertet werden sollte.

Vor allem in Deutschland haben viele Webmaster panische Angst vor dem Verlinken anderer Webseiten, weil sie glauben, dass sie deshalb abgestraft würden. Das ist vollkommener Schwachsinn.

Ja, wenn du manipulativ (mit Ankertexten, die ausschließlich aus dem Main Keyword bestehen) und übermäßig andere Webseiten verlinkst, um deren Google Rankings zu verbessern, dann kann Google dich dafür abstrafen.

Experten-Tipp:
Das Verlinken von guten Inhalten und relevanten weiterführenden Weblinks verbessert sogar deine Rankings, wie diese Studie der SEO-Agentur Reboot) zeigt. Deswegen: Das nofollow-Attribut solltest du nur dann verwenden, wenn du dir unsicher über die Seriosität des Linkziels bist und selbst dann stellt sich die Frage: Wieso verlinkst du die Webseite überhaupt?

Content is king… aber nur, wenn die Inhalte auch gefunden und gelesen werden :D

WordPress SEO für Fortgeschrittene

So erreichst du Google Top-Platzierungen mit deiner WordPress Webseite!

Mobile SEO

Seit dem 26. März 2018 verwendet Google das Mobile-First Indexing. Das heißt, Google crawlt, indexiert und bewertet (vorrangig) die mobile Version deiner Website. Im Vergleich dazu stand früher die Desktop-Version im Vordergrund. Dies war aber ein ganz logischer Schritt, wenn man die Entwicklung des weltweiten Surfverhaltens betrachtet.

Am 9. Juli 2018 wurde das Mobile Speed Update ausgerollt, welches langsame Mobile Websites bestraft.

Wie du siehst, legt Google großen Wert auf die mobile Optimierung von Websites. Dementsprechend solltest du dich um die mobile Version deiner WordPress Webseite kümmern und auch das Thema Mobile SEO nicht außer Acht lassen.

In diesem SEO-Seminar lernst du übrigens alles Wichtige über Mobile SEO:

Solltest du keine responsive Webseite besitzen, dann empfiehlt sich das WordPress Plugin WPtouch, welches dir eine ansehnliche mobile Webseite generiert.

WordPress Ladezeiten reduzieren

Schon seit Jahren, um genau zu sein seit 2010, ist die Ladezeit ein Ranking-Faktor. Das ist natürlich eigentlich logisch, denn welcher Besucher will schon warten und wie ungeduldig ist unsere Gesellschaft geworden…?

Die Ladezeit deiner Webseite kannst du am besten mit einem Profi-Tool wie http://www.webpagetest.org/ überprüfen. Wenn du aber ein Laie bist, sind die Empfehlungen aus Googles PageSpeed Insights leichter verdaulich: https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/?hl=de

Bevor ich dir jetzt lang und breit erkläre, wie du die WordPress Ladezeiten reduzierst, hier die wichtigsten Punkte und im Folgenden einige hilfreiche Screencasts:

  • Browser Caching verwenden
  • Dateikomprimierung aktivieren
  • CSS und JavaScript minifizieren
  • Bilder optimieren
  • http-Requests minimieren

Am leichtesten und schnellsten geht das alles momentan mit dem kostenpflichtigen Plugin WP Rocket. In diesem Video zeige ich dir ein grundlegendes Setup mit dem WordPress Performance Plugin:

Auch zur Bildkomprimierung gibt es einige gute Plugin-Lösungen, wie beispielsweise Optimus, ShortPixel oder Imagify. In diesem Video zeige ich dir meine bevorzugten Lösungen:

Selbstverständlich kannst du auch alles manuell machen, indem du dein Theme aufräumst, Code zu deiner .htaccess hinzufügst und so weiter, aber ich nehme an diesem Punkt an, dass du ein WordPress Anfänger bist und eine komfortable Lösung begrüßt.

Wenn du bereit bist, tiefer in die Welt der WordPress Performance-Optimierung einzutauchen, sieh dir am besten die folgenden Weblinks an:

Strukturierte Daten / Schema Markup

Was sind strukturierte Daten?

Vereinfacht ausgedrückt, dienen strukturierte Daten dazu, Inhalte auf deiner Website zu strukturieren, um deren Lesbarkeit für Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo zu erhöhen. Inhalte können so einfacher interpretiert und in den Ergebnissen aufbereitet werden, sodass der Nutzer schneller zu den gesuchten Informationen gelangt.

Für einen guten Überblick über die Materie empfehle ich das folgende Video:

Seien wir ehrlich:

Kein Mensch will diese Markups selbst implementieren. Zum einen ist der Prozess relativ fehleranfällig und zum anderen viel zu viel Arbeit.

Glücklicherweise gibt es fantastische Plugins, die uns bei der Umsetzung von strukturierten Daten im JSON-LD-Format weiterhelfen:

Sogar die SEO-Plugins Yoast SEO und The SEO Framework stellen simple Schema Markups bereit!

Linkaufbau

Jetzt kommt die knallharte Wahrheit: Nehmen wir an, du hast all meine WordPress SEO-Tipps umgesetzt. Deine Webseite wird trotzdem nicht allzu gut bei Google ranken, denn dir fehlt die Autorität.

Autorität bei Google bauen wir über sogenannte Backlinks auf. Das sind einfach Verlinkungen von anderen Webseiten. Je nachdem, wie viel Autorität diese Webseiten haben und wie relevant sie zum Thema deiner Website sind, beeinflussen Backlinks deine Google-Platzierungen.

Hier lernst du genau, wie Google Backlinks bewertet:

Und hier lernst du, wie du die ersten Backlinks für deine WordPress Webseite aufbaust:

Du hast es geschafft! Wir haben gemeinsam für ein solides WordPress SEO Setup gesorgt, deine Inhalte sind auf Keywords optimiert und sind liebevoll für deine Besucher aufbereitet. Weiters haben wir uns sogar an ein paar Aspekte für Fortgeschrittene herangewagt. Gratulation, damit bietet deine Website schon mehr als 99% der Webseiten im Internet. Aber damit hat dein Weg erst begonnen. Jetzt gilt es, deine Inhalte zu pflegen, weiteren hochwertigen Content hinzuzufügen, die Performance im Auge zu behalten und regelmäßig Backlinks aufzubauen.

60-minütiger Vortrag über WordPress SEO

Das Video wurde Ende 2017 aufgenommen!

Lerne noch mehr über die hohe Kunst der WordPress Suchmaschinenoptimierung auf unserem YouTube-Kanal!

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